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Geschichte des Waldschlösschens

Das 1904 errichtete ehemalige Hotel Waldschlösschen hatte bereits eine Zeit lang leer gestanden, als um die Jahreswende 1980/81 mit der Übernahme des Gebäudes die Geschichte der Bildungsstätte „Freies Tagungshaus Waldschlösschen“ begann – seit dem Jahr 2000 und in Zusammenhang mit der Anerkennung als Heimvolkshochschule unter dem neuen Namen „Akademie Waldschlösschen“.

Zwei Veröffentlichungen, die hier als PDF zum Herunterladen zur Verfügung stehen, erschließen die Geschichte der Akademie, die unter „dem Stichwort ‚Emanzipation und Partizipation‘ … als Geschichte des Weges von der schwulen ‚autonomen Einrichtung‘ einer ‚widerständigen Gegenöffentlichkeit‘ im Rahmen … der Neuen Sozialen Bewegungen … zur institutionellen Verankerung in der Landschaft der ‚gemeinwohlorientierten‘, staatlich anerkannten und geförderten Erwachsenenbildung“ beschrieben werden kann.

Waldschlösschen mittendrin. Ein Lesebuch

Der von Rainer Marbach herausgegebene großformatige und reichbebilderte Band

  • umfasst eine kurze Geschichte des Waldschlösschens, die alle Aspekte von der Konzeption über die Baugeschichte und das Bildungsprogramm bis zur Entwicklung der Rechtsform anspricht,

  • sammelt 64 Stimmen von Menschen, die von ihrem Leben mit dem Waldschlösschen erzählen:
    „Ob Lehrer, Mediziner oder Juristen, ob MusikerInnen, schwule Väter oder LehrerInnen, ob Literaten, Führungskräfte oder Aids-Akteure: sie alle haben ihren eigenen, unverwechselbaren ‚Stallgeruch‘ hier eingebracht. Aber eines haben sie doch gemeinsam: Das Waldschlösschen, dieses unausdeutbare Phänomen, hat sie alle im Griff.“

  • weist eine sich durch das ganze Buch ziehende Zeitleiste mit hunderten, kurz kommentierten Veranstaltungen und Ereignissen auf, die die Vielfalt des Lebens im und mit dem Waldschlösschen veranschaulicht.

Das „Freie Tagungshaus Waldschlösschen“ 1980–1999. Vom „alternativen Projekt“ zur staatlich anerkannten Heimvolkshochschule

In diesem, anlässlich des 44. Jubiläums als Sonderdruck erschienenen, Text skizziert Rainer Marbach die gesellschaftskritischen Wurzeln und die Einordnung des Projektes in alternative Bildungskonzepte der Neuen Sozialen Bewegungen. Er beschreibt die zentralen Herausforderungen und Weichenstellungen für das Haus, von den ökonomischen Bedingungen über die Stellung in der Schwulenbewegung, den Umgang mit den Herausforderungen der Aidskrise, der Positionierung in der niedersächsischen Bildungslandschaft bis zur Stellung in Politik und Staat.