Was passiert, wenn queere Perspektiven systemisches Denken herausfordern – und umgekehrt? Wie kann systemische Praxis queere Lebensrealitäten besser verstehen, begleiten und empowern? Und was braucht es, damit Beratung und Therapie tatsächlich diskriminierungssensibel, solidarisch und transformativ werden?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich die Fachtagung „Systemik queeren – Queere Systemik“, die vom 02. bis 04. März 2026 in der Akademie Waldschlösschen stattfindet. Die Tagung schafft einen Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen – an der Schnittstelle von systemischer Beratung und queerer Theorie, Praxis und Lebensrealität.
Warum diese Tagung?
Systemische Ansätze gelten als offen, kontextsensibel und beziehungsorientiert – doch wie queersesibel ist die systemischen Praxis wirklich?
Welche normativen Annahmen über Geschlecht, Sexualität, Familie, Körper oder Psyche sind (oft unbewusst) in systemischen Konzepten eingeschrieben? Wie gehen systemische Fachkräfte mit queerem Leben, mit Trans*Identitäten oder nicht-hetero-monogamen Familienformen um? Diese Fachtagung möchte zum Perspektivwechsel einladen – und dazu ermutigen, systemisches Denken und Handeln im Licht queerer Lebensrealitäten neu zu befragen. Dabei geht es nicht nur um das Sichtbarmachen queerer Themen, sondern um eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Intersektionen, Machtverhältnissen, Ausschlüssen und Potenzialen innerhalb der systemischen Praxis.
Was erwartet euch konkret?
Die Fachtagung bietet ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, interaktiven Workshops, künstlerischen und körperorientierten Formaten sowie Raum für kollegialen Austausch und Reflexion.
Themenauswahl (u. a.):
- Systemische Trans*Beratung: zwischen Selbstdefinition und Begleitung
- Familien- und Paarberatung im queeren Kontext
- Embodiment und Körperarbeit jenseits normativer Zuschreibungen
- Diskriminierungssensible Beratung in Theorie und Praxis
- Queere Identität*en in der systemischen Aufstellungsarbeit erforschen
- Queere Resilienz, Allyship und Community Work - systemisch
Euch erwarten (u.a.) diese Referent*innen: Alexander Hahne, Blu Doppe, Carla Ortmann, Freya Pe* von Rüden, Markus Chmielorz, Mari Günther, Mic Herbertz-Floßdorf, Mirjam Faust, Pascal Hartmann-Boll, Phé Hoffmann und Tina Masurek.
Für wen ist diese Tagung?
Diese Tagung richtet sich an alle haupt- oder ehrenamtliche Arbeitende aus queeren oder systemischen Beratungskontexten, die ihre systemische Praxis queeren oder sich in ihrer queeren Praxis systemisch professionalisieren wollen – unabhängig davon, ob sie sich bereits als queer positionieren.
Eingeladen sind insbesondere:
- Systemische Berater*innen, Therapeut*innen, Supervisor*innen und Coach*innen
- Fachkräfte aus der queeren und allgemeinen psychosozialen Beratung
- Menschen, die in der Sozialen Arbeit, Bildungsarbeit oder in queeren Projekten tätig sind
- Aus- und Weiterbildende sowie Lehrende im systemischen Feld
- Aktivist*innen und Community Worker mit Interesse an systemischen Zugängen, die sich Austausch, Empowerment und Verbündete wünschen
Voraussetzungen:
Neugier, Offenheit und Lust auf gemeinsames Lernen und que(e)rdenken. Theoretische oder praktische Vorerfahrungen mit systemischer Arbeit oder queeren Themen sind hilfreich, eine absolvierte systemische Weiterbildung ist jedoch keine Voraussetzung.
Die Fachtagung ist eine Kooperation von mehreren systemischen Instituten, Einrichtungen, Verbänden und Stiftungen. Hierzu zählen:
Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik der DGSF e.V.
Netzwerk für Lehrende der DGSF e.V.
Akademie Waldschlösschen - Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum
Sozialpädagogisches Bildungswerk Münster e.V.
Hamburgisches Institut für Systemische Weiterbildung GbR
ISTB - Therapie und Organisationsentwicklung GmbH
Bundesverband Trans e.V.
Die Fachtagung findet im Rahmen des Kooperationsverbunds „Selbstverständlich Vielfalt“ statt. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Kooperationsverbund im Bundesprogramm Demokratie leben! im Programmbereich Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur.
Referent*innen
Pädagogische Leitung
Kontakt:
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Kevin Rosenberger, kevin.rosenberger@waldschloesschen.org, Telefon: 05592 9277 26
Montag 15:00 Uhr bis Mittwoch 14:00 Uhr
Fachtagung "Systemik queeren – Queere Systemik"
VA-Nr. 26-032
Teilnahmebeitrag 100 €
Es steht ein begrenztes Kontingent an Einzelzimmern gegen einen Aufpreis von 12 € pro Nacht zur Verfügung (Verfügbarkeit vorausgesetzt, siehe Hinweis im Buchungsprozess).
Ihre Daten werden sicher via SSL-Verschlüsselung übermittelt.

